Kopfleiste (Wald, Untersuchungsgebiet, Buchen)

Forschung

Aktuelle Projekte

An der Forschungsstation werden neben dem Monitoring Projekte zu aktuellen Fragestellungen bearbeitet. Unsere aktuellen Projekte möchten wir im Folgenden vorstellen.
Ergebnisse abgeschlossener Projekte.

Oberste Priorität unserer wissenschaftlichen Arbeit hat die Fortführung des Langzeitmonitorings mit Brutkontrollen, Vogelfängen an Futterstellen und nächtliche Nistkastenkontrollen. Im Anschluss an die Brutsaison werden zudem die Nistkastenkontrollen zur Untersuchung auf Insekten- und Kleinsäugerbesatz fortgesetzt sowie spezielle Scankontrollen auf individuell markierte Siebenschläfer durchgeführt.

Winterpopulation verschiedener Vogelarten an Futterstellen als mögliche Indikatoren für Klimaveränderungen:

Netzfangprojekt

Der Klimawandel beeinflusst Ökosysteme unter anderem in ihrer Arten-zusammensetzung und deren Siedlungsdichte. Für Vogelarten wird beispielsweise ein verändertes Zugverhalten dokumentiert. Da kaum alle Arten eines Ökosystems untersucht werden können, sind Indikatoren nötig. Vögel sind vielfältig in unsere Ökosysteme eingebunden und werden seit Langem in teils groß angelegten Studien untersucht. Aufgrund ihres artspezifischen Nahrungsspektrums lässt die Entwicklung von Vogelpopulationen Rückschlüsse auf Vorhandensein, Fruktifikation und Dichte bestimmter Pflanzen- und Tierarten zu.
Witterungsbedingt schwankt die Nahrungsverfügbarkeit zwischen den Jahren, so dass zuverlässige Aussagen zu Entwicklungstrends nur auf Basis langer Zeitreihen unter konstanten Bedingungen möglich sind.
Daher werden Daten unseres Langzeitmonitorings analysiert: Seit 1974 werden wöchentlich Vögel mit Japannetzen an Futterstationen gefangen, vermessen und individuell markiert.
In dieser Vorstudie sollen eine oder mehrere Vogelarten identifiziert werden, die als Indikatoren für klimawandelbedingte Ökosystemveränderungen dienen können.
Die Untersuchung wird im Rahmen des Forschungsprogramms INKLIM des Fachzentrums Klimawandel im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie gefördert.


Entwicklung eines idealen Haselmauskastens:

Projekt idealer Haselmauskasten

Die FFH-Art Haselmaus (Muscardinus avellanarius) nutzt neben selbst gebauten Freinestern Vogelnistkästen zum Tagesschlaf und zur Jungenaufzucht. Hierbei kommt es immer wieder zu Konkurrenzsituationen mit weiteren Nutzern wie höhlenbrütenden Singvögeln, Mäusen (Apodemus spec.) sowie dem Siebenschläfer (Glis glis). Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Nistkastentyps, der aufgrund seiner Maße der Haselmaus eine möglichst konkurrenzarme Behausung bietet. Hierfür wurden in drei Untersuchungsgebieten insgesamt 180 Nistkästen ausgebracht und wöchentlich auf den Besatz durch Haselmäuse kontrolliert. Gebietsspezifisch sind jeweils vier hinsichtlich Einschlupföffnung bzw. Grundfläche variierende Nistkästen nebeneinander angebracht.


Mischbruten bei einheimischen Höhlenbrüterarten:

Projekt Mischbruten

Über die Laufzeit des Langzeitmonitorings konnten wiederholt Bruten verschiedener Elternvögel im selben Nistkasten (Mischbruten) beobachtet werden. Diese sollen detailliert ausgewertet werden. Fragestellungen sind dabei:

  1. Zwischen welchen Arten sind Mischbruten registriert worden?
  2. Wie erfolgreich sind fremde Eier beziehungsweise Jungvögel in der Mischbrut.
  3. Gibt es Abwehrstrategien gegen fremde Eier oder Jungvögel?